Die Geschichte

administrator | 27.01.2014

Der Zoologische Garten wurde im Frühjahr 1949 eröffnet. Gegründet wurde dieser jedoch ein Jahr früher aufgrund einer Initiative von Tierfreunden des Geschäftsmannes und Zoologen Ludvík Grác aus Podmokly. Der Zoologische Garten wurde in einer wunderschönen Umgebung des Waldparks auf dem Gipfel Pastýřská stěna (Schäferwand) gegründet, wo in den Jahren 1919 – 1925 eine Waldbühne der Podmokl- Pilz-Theatergesellschaft stand und wo im Jahre 1936 der Bergverein der Böhmischen Schweiz eine Jugendherberge errichtete. Die Jugendherberge diente später als Sitz der Zooverwaltung und Heim einiger wärmeliebender Tierarten.
Der Zoo wurde aufgrund eines Antrags beim Städtischen Nationalausschuss gegründet. Dieser wurde angenommen und die Einwohner der Stadt Děčín konnten mit den Bauarbeiten beginnen. Man nutzte hierfür vor allem Aushilfskräfte, oft fehlte es jedoch an Geldmitteln und Erfahrungen. Zum Zeitpunkt der Errichtung des Zoos in Děčín entstanden in der Tschechoslowakei weitere vier Zoos, zwei von ihnen wurden noch vor dem Krieg gegründet.

Zu den ersten Bauobjekten gehörten nebeneinander stehende Vogelhäuser mit einer Vorderwand aus Flechtzaun für kleine exotische Vogelarten – gegenüber diesen standen ähnliche Vogelhäuser für Raubvögel. Als nächstes errichtete man einen Pferdestall und weitere Käfige, Gehege und sogar einen Teich für Wasservögel, um die stets wachsende Anzahl von Tieren zu befriedigen. Im Verwaltungsgebäude, dem einzigen beheizten Objekt, wurden Terrarien und Aquarien sowie Affengehege errichtet. Obgleich sich der Zoo in den ersten Jahren relativ schnell entwickelte, mangelte es stets an Gebäuden und Stallungen für die Überwinterung. Neue Tiere wurden oftmals provisorisch untergebracht, was leider zu einem Verlust der Tiere und einer geringeren Population führte.
Ursprünglich plante man mit einer Fläche von ca. 8 ha, letztendlich waren es nur noch 2 ha. In den ersten Jahren züchtete man ca. 50 Tierarten, am häufigsten Vögel und kleine Säugetiere, die überwiegend aus der Tschechoslowakei stammten. Mit der Zeit kamen einige neue Tierarten dazu. Zu den bedeutendsten gehörten u.a. Malaienbären, die damals hierzulande nirgendwo anders vertreten waren, Rhesusaffen, Paviane, Braunbären, Karpatenwölfe, die sich regelmäßig vermehrten, direkt importierte Sikahirsche aus Taiwan, Mufflons, Damhirsche, Geieradler, Fasanen, Störche, Fischreiher u.v.m.

Direktoren des Zoos

  • 1949 – 1966       Ludvík Grác
  • 1966 – 1973       Ing. Jan Kočí
  • 1973 – 1975       Jiří Třebenský
  • 1975 – 1977       Jiří Niedl
  • 1977 – 1992       Jiří Třebenský
  • 1992 – 2007       Ing. Lubomír Moudrý
  • 2007 – … Kateřina Majerová 

Die Vorrangstellung des Zoos Děčín…
…im Bereich der Aufzucht von der Jungtieren im Vergleich zu anderen tschechischen Zoogärten

  • 1962 – Mandrill, Reh
  • 1963 – Sikahirsch
  • 1965 – Grauer Kranich
  • 1970 – Rußmangabe, Spießbock
  • 1972 – Axolotl
  • 1973 – Gämse
  • 1977 – Alpensteinbock
  • 1987 – Wasserschwein
  • 1993 – Grizzlybär
  • 1995 – Präriehund
  • 1997 – Nordsulawesi-Hirscheber
  • 1999 – Berganoa
  • 2000 – Schneeziege
  • 2001 – Europäischer Nerz
  • 2001 – Kleinkantschil
  • 2002 – Jaguarundi
  • 2004 – Vikunja
  • 2004 – Prinz-Alfred-Hirsch
  • 2007 – Schopfmakak
  • 2008 – Sumba-Kakadu
  • 2012 – Visayas-Pustelschwein